OnlyJesus-online.de Erlebt Was soll ich nur tun?

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Was soll ich nur tun?

rebecca_hermann.jpg Freitag, letzte Schulstunde vor den Ferien. Ich schaue gerade noch nach, ob ich auf allen Blättern der Mathearbeit meinen Namen drauf habe und da klingelt es auch schon zum Ende der Stunde. Ich gebe ab und dann schnell zum Bus. Endlich Ferien. Doch als ich ein paar Tage später meinen Rucksack ausräume, finde ich ein Blatt mit der letzten Aufgabe der Mathearbeit darauf…
Als ich mir die Aufgabe anschaute, merkte ich, dass diese wahrscheinlich sogar richtig gerechnet war. Was sollte ich nur machen? Ich hatte keinen einzigen Beweis dafür, dass ich die Aufgabe wirklich schon während der Klassenarbeit gelöst hatte. Nicht einmal mein Name stand darauf. Sollte ich meinen Lehrer vielleicht anrufen und es ihm gleich sagen? Aber das geht ja mitten in den Ferien auch schlecht…

Während ich so darüber nachdachte was ich denn tun könnte, fiel mir auf einmal ein, dass ich die Sache noch gar nicht Gott gesagt hatte. Also betete ich und legte die ganze Sache in Gottes Hand. Ich wollte ihm einfach alles überlassen.

Dann kam mir plötzlich ein Bibelvers in den Sinn. Er steht in Römer 8, 28a: Wir wissen aber dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Das machte mich innerlich ruhig, denn ich wusste, Gott würde mir da schon irgendwie raus helfen.

Als die Ferien dann zu Ende waren, hatte ich aber doch ein bisschen Angst, wie der Lehrer wohl darauf reagieren würde. Am ersten Schultag ging ich noch vor Anfang der Stunde zu ihm und erklärte ihm die ganze Sache. Er meinte nur, ich solle nach dem Unterricht noch mal zu ihm kommen. Als er mich dann später gefragt hatte, ob ich die Aufgabe wirklich während der Klassenarbeit gelöst hatte, … meinte er: „Ich glaub dir jetzt einfach, dass das wirklich stimmt. Ich nehme deine Arbeit noch mal mit und werte die Aufgabe ganz normal dazu."

Ich ging aus dem Klassenzimmer und war dabei richtig glücklich. Ich dankte Gott dafür, dass er mir geholfen hat und dass ich ihn wieder einmal mitten im Alltag erleben durfte.  

 

Rebecca Hermann