"Heilige den Sabbattag..."
Wie ihr bestimmt alle wisst, sind die letzten Schulwochen meistens sehr voll gestopft und stressig. Und genau so ging es mir auch. Ich wusste genau, dass ich dienstags eine große Biologie Arbeit vor mir haben werde. So lernte ich am Freitag ganz intensiv dafür, da mir klar war, dass ich am Samstag nicht dazu kommen würde.
Erst sonntags, als es wieder richtig ruhig war, ist mir wieder eingefallen, dass ich ja am nächsten Tag eine Mathearbeit schreiben würde, die eigentlich wichtiger war, aber noch kaum gelernt hatte. Ich ging die ganzen Themen in meinem Kopf durch und merkte, dass es da noch haperte.
Na ja, was soll ich jetzt machen? Zum einen war ja da dieses eine von den zehn Geboten, dass man den Sabbattag heiligen soll und ich wollte es eigentlich nicht übertreten. Zum anderen dachte ich, dass Gott doch bestimmt nichts dagegen hätte, wenn ich eine gute Note schreibe; und dann gab’s ja da auch noch andere Mitmenschen, die auch Christen sind und sonntags lernen. Ob ich das Gebot vielleicht einfach viel zu ernst nehme und eigentlich bestimmt auch sonntags lernen dürfte. Aber so richtig Ruhe hat mir das Ganze nicht gelassen. Nachdem ich viel mit mir selbst argumentiert hatte, entschloss ich mich, dass ich das Ganze einfach Gott hinlegen kann. Das tat ich dann auch und stellte mir den Wecker für Montag ein bisschen früher ein, damit ich mir alles nochmals kurz anschauen kann...
Nach der Arbeit hatte ich ein recht gutes Gefühl und war sehr glücklich, dass sie so leicht war, aber als wir die Arbeit kurz vor der Rückgabe mit der Klasse verbesserten, machte ich so viele Fehler, dass die Angst wieder kam. Aber die Gedanken waren umsonst. Als ich meine Arbeit zurückbekam, hörte ich die Lehrerin sagen: „Super, Salome, du hast die beste Arbeit!“-
"Achtet den Sabbat als einen Tag, der mir geweiht ist und an dem ihr keine Geschäfte abschließt! Er soll ein Feiertag für euch sein, auf den ihr euch freut. Entweiht ihn nicht durch eure Arbeit, durch Geschäfte oder leeres Geschwätz! Achtet ihn vielmehr als einen Tag, an dem ihr Zeit habt für mich, den Herrn. Wenn ihr das tut, werde ich die Quelle eurer Freude sein. Ich werde euch über Berge und Schluchten tragen und euch das ganze Land mit seinem reichen Ertrag schenken, das ich eurem Stammvater Jakob zum Erbe gegeben habe. Mein Wort gilt!“
