"Geben ist seliger denn nehmen."
Dies war an einem Abend das Thema der
„Studenten für Christus" (ein Studentenkreis, wo ich jeden Mittwoch hingehe). Es war sehr spannend und es zeigte uns allen erneut, wie man die Nächstenliebe im Alltag immer wieder praktisch ausüben kann - aber immer in Hinblick auf Jesus.
Zu diesem Thema fiel mir an diesem Abend eine schon etwas länger zurückliegende Geschichte ein, die ich selbst in London erlebt hatte:
Durch die Ermutigung und das Zeugnis eines älteren Bruders in London, alles zu teilen und weiterzugeben, was Gott uns geschenkt hat (auch an materiellen Dingen), fiel es mir auch leichter, Sachen an Menschen, die in Not sind, weiterzugeben.
Eines Abends bin ich nach einer Biblestudy mit einer Freundin noch in einen McDonald gegangen und wir saßen da bei einem McFlurry noch gemütlich zusammen und unterhielten uns über verschiedene Dinge. Plötzlich kam ein Mann zur Tür herein, zielgerade auf uns zu, und sagte: „Ich brauche 80 Penny!" Klar, man soll nicht immer einfach so das Geld weitergeben an irgendwelche Bettler (sondern lieber direkt ihnen was zu essen und trinken kaufen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie es für Alkohol und Drogen ausgeben) - aber ohne weiternachzudenken griff ich zu meinem Geldbeutel und gab ihm das gewünschte Geld. Als der Mann sah, dass meine Freundin auch nach ihrer Börse griff, und 50 Pence darin liegen sah, wollte er sie auch noch unbedingt haben. Sie zögerte und ich sagte: „Gib's ihm doch, irgendwie wird uns das Gott schon wiedergeben." Und sie gab es.
So schnell wie der Mann da war, war er auch schon wieder verschwunden. Und wir saßen da und schauten uns verdattert an und konnten selber kaum fassen, was grad passiert ist. Wir unterhielten uns noch lange darüber. Doch ich war mir sicher, dass es Gottes Wille war, so zu handeln.
Am nächsten Tag besuchte ich noch einmal meine Freundin in ihrem Wohnheim und als ich am Abend gehen wollte, sah ich auf dem Gang einen Zettel liegen. Ich hob ihn auf und wirklich!: es war ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel (U-Bahn und Bus). Und nicht einmal für diesen besagten Tag, sondern für den darauf folgenden Tag (Sonntag). Ich konnte nur staunen, denn diese Karte hatte einen Wert von 6,80 Pound und sie gab mir die Möglichkeit, am nächsten Tag in die Church zum Gottesdienst zu fahren und nicht wie sonst eine halbe Stunde zu laufen. Ich konnte nur staunen, dass Gott so rasend schnell gehandelt hat und sich auch immer wieder durch solche „kleinen" Dinge so deutlich im Alltag zeigt. Ja, Gott ist real!!
„Gott kümmert sich darum, dich zu segnen, wenn du dich darum kümmerst, ein Segen zu sein!!"
Damaris Schmidt
