Ich habe neues Leben!
Hallo zusammen!
Also, als erstes möchte ich wirklich Gott die Ehre geben und sagen, dass es hier eigentlich gar nicht um mich geht, sondern um das, was Gott in mir gewirkt hat und wie groß und genial Gott ist.
Ich muss sagen, hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich mein Leben mit Jesus leben würde, im Jugendchor singen und hier meine Erlebnisse mit Jesus weitergeben würde, hätte ich ihn für verrückt gehalten. Ja, aber es ist jetzt wirklich so und ich bin unheimlich froh darüber.
Ich möchte euch mal ein bisschen was von meinem Leben ohne Jesus erzählen und wie er dann in mein kleines, chaotisches Leben eingegriffen hat und es total verändert hat.
Na gut: Also, ich bin ganz normal, wie viele andere auch, die wahrscheinlich jetzt hier den Text lesen, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Mir ging es soweit ganz gut und hatte wirklich nichts zu bemängeln. Doch mit 12 Jahren hab ich dann einen Schritt in die falsche Richtung gemacht - was ich damals natürlich noch nicht wusste. Meine Schulkameraden und Freunde aus Magstadt überredeten mich, in den Handballverein einzutreten. Zu Beginn war das wirklich eine klasse Sache, bis sich dann so langsam der Alkohol einschlich. Am Anfang konnte ich der Versuchung noch widerstehen, doch irgendwann wurde der Druck meiner Freunde dann zu groß und da hab ich dann halt mein erstes Bier getrunken. Doch schnell wurde aus einem Bier zwei und aus zwei dann drei… usw. Mit 18 hab ich dann schon regelmäßig Alkohol konsumiert und mich meistens am Wochenende gnadenlos betrunken. So kam es dann auch öfters mal vor, dass ich morgens im Gottesdienst mit einem üblen Kater da saß. Oft durchstreiften wir die Discotheken und Kneipen in Sindelfingen, Böblingen und Stuttgart. An und für sich hatten wir wirklich viel Spaß zusammen und wir waren wie Brüder. Es gab eigentlich wirklich keinen Grund, warum ich mein Leben ändern sollte - alles hat doch gepasst. Doch tief im Inneren wusste ich, dass es absolut falsch war, wie ich mein Leben führte.
Doch irgendwann hat dann Gott gesagt: Tobi, so kann es nicht weitergehen! Und dann setzte er bei mir eine Schocktherapie ein. Ein guter Freund und ehemaliger Schulkamerad starb aus ungeklärten Gründen. Er schlief abends ein und wachte morgens nicht wieder auf. Zwei Tage vor seinem Tod hatte ich noch mit ihm über sein Leben geredet. Er hatte eine schöne Freundin und ein klasse Auto - einen BMW Z3. Alles was man sich doch so mit 18 wünschen kann, oder? Doch dann starb er und alles war wertlos. Mit dem Tode meines Freundes kam ich nicht so richtig klar, ich hatte oft abends Angst einzuschlafen und fürchtete mich sehr vor dem Tod, weil ich wusste, wenn es mich erwischen würde, wär ich verloren. Doch so wie der Tobi war, hat er nicht auf die Schocktherapie reagiert. Ich hab weiter gesoffen und meinen Spaß gehabt. Viele von euch können es vielleicht nicht verstehen, warum man so sein Leben leben kann und so viel Mist bauen kann. Aber heut zu Tage ist das ja eigentlich was ganz normales. Ich denke bei euren Schulkameraden und Geschäftskollegen ist das nichts anderes und wir hatten ja wirklich viel Spaß zusammen.
Nach der Schocktherapie Nr. 1 kam dann die Schocktherapie Nr. 2: Wir Handballer aus Magstadt fuhren für ein Handballturnier an den Bodensee. Wie so oft gab es auch hier kein Handball ohne Alkohol. Wir feierten bis spät in die Nacht und amüsierten uns. Am nächsten Tag gegen Mittag fuhren wir dann heim. Unser Fahrer hatte am Abend davor auch einiges getrunken und war total übermüdet. Als wir dann auf dem Heimweg auf der Autobahn mit ca. 170 km/h unterwegs waren, passierte es. Es ging alles ganz schnell, der Fahrer fiel in einen Sekundenschlaf und alles war zu spät - wir kamen ins Schleudern, rammten ein Auto und rasten in die Leitplanken. Als ich in dem Auto saß und es uns herumgeschleudert hatte, dachte ich, nun ist mein Leben vorbei. Ich wartete auf den Schlag, der mich aus dem Leben reißen sollte und ich hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen. Doch der Schlag kam nicht, kein einziger von uns wurde auch nur leicht verletzt. Mir wurde sofort bewusst dass es sich hier um ein Wunder, und zwar um die Macht Gottes handelte. Das Ganze wurde mir dann einen Tag später noch klarer, als die Versicherungsleute und die Unfallexperten uns mitteilten, dass es eigentlich nicht sein kann, dass man so einen Unfall überleben kann.
Nach diesem Ereignis wusste ich, dass ich in meinem Leben etwas ändern muss. Doch bis das geschah, verging noch ein halbes Jahr. Es geschah dann auf der Skifreizeit in der Schweiz. Abends gingen wir noch mit einer Gruppe von deutschen und schweizer Jugendlichen an ein Lagerfeuer, sangen Lieder und hörten eine Andacht. Da spürte ich in meinem Inneren, wie die Leute um mich herum etwas hatten, was ich nicht hatte. Sie strahlten innere Wärme und Zufriedenheit aus, was ich selber nicht wirklich hatte. Da wurde mir klar, dass ich heute Abend mein Leben Jesus übergeben sollte. Ich tat es auch, oder besser gesagt, Jesus tat es, er regelte alles für mich. Ich nahm mir einen guten Freund (Mike) und sagte, dass ich mit ihm über den Glauben reden möchte. Doch mir kam der erste Satz schon kaum raus, weil ich anfing zu heulen. Ich wusste, dass ich unheimlich viel Mist gebaut hatte und mein Leben voller Schuld und Sünde war. An diesem Abend durfte ich meine Sünde und Schuld bekennen, ich weinte mich mindestens 2 Stunden aus und wir beteten noch viel zusammen. Jesus vergab mir all meine Sünde und machte mein Leben wieder rein und es ist ihm jetzt egal, wie ich mein Leben in der Vergangenheit gelebt habe und das ist doch einfach nur genial.
Ab diesem Tag hat sich in meinem Leben unheimlich viel geändert. Jesus zeigte mir total andere Lebensansichten und zeigte mir auch, dass der Glaube nicht nur eine Kultur ist, sondern eine persönliche Liebesbeziehung zu Jesus. Ich bin unheimlich froh, dass ich den Schritt gewagt habe oder besser gesagt, dass Jesus mich zu sich gezogen hat. Er hat mich schon total verändert und möchte es auch weiterhin tun, denn bei mir gibt es noch einiges, was ich zu lernen und zu verändern habe. Ich freu mich wirklich meinen weiteren Lebensweg mit Jesus zu gehen. Und ich danke ihm auch trotz meines schlechten Lebens, das ich geführt habe, dass er es immer unter Kontrolle hatte. Trotz dieser Umstände hat er mich vor größerem Übel bewahrt wie z.B. den Drogen oder irgendwelchen Beziehungen zu Mädchen und da bin ich ihm wirklich dankbar.
Ich möchte mich auch noch bei den Menschen bedanken, die für mich gebetet haben! Es hat wirklich etwas gebracht. Ich möchte euch sagen, dass ihr niemals damit aufhören sollt, für eure Freunde oder Familienmitglieder zu beten, denn Gott kann die Menschen wirklich verändern und er tut es auch.
Tobi Schmidt
