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Gott tut Wunder!

Erlebnisbericht Da ich dieses Jahr meine Prüfungen habe, musste ich auch eine mündliche Französischprüfung ablegen und mir war schon das ganze Schuljahr nicht so wohl dabei. Ich hab' in Französisch noch nie ein Referat halten müssen und hatte deshalb auch etwas Angst davor. Ich habe eben auf meinen eigenen Verstand vertraut und nicht auf Gott!

Als ich dann meinen Text lernte und drei Tage vor der Prüfung meiner Schwester vorgetragen habe, hat meine Schwester nicht so viel verstanden und ich wurde noch mehr entmutigt. Ich hatte davor schon einige Probleme mit der Dokumentation, die benotet wurde und hatte einfach keine Lust mehr. Aber ich bin an einem Morgen mit den Worten eines Liedes im Ohr aufgewacht, in dem es heißt „Gott tut Wunder“, und ich wusste nicht einmal, was das für ein Lied ist, aber ich habe mich darüber gefreut. Meine Schwester und ich sind dann alles noch mal durchgegangen und haben das Uninteressante rausgestrichen und ich hab den Text nochmals gelernt. Am nächsten Tag, dem Samstag, hatte ich nur ca. 3 Stunden, in denen ich lernen konnte, da ich noch andere Termine hatte, aber ich dachte, das würde reichen. Aber als ich dann das Referat meiner Schwester nochmals vorgetragen habe, hat es 13 min gedauert und ich durfte höchstens 7,5 min reden. Also musste ich alles noch verkürzen und noch mal lernen. Ich dachte, das schaff´ ich sowieso nicht, da das viel zu viel zum Lernen ist, aber ich hab´ dann die Sache Gott hingelegt. Manche von euch denken jetzt vielleicht, dass ich ja den ganzen Sonntag noch lernen konnte, aber ich habe mir vorgenommen, sonntags nicht zu lernen, da dies der Tag meines Gottes ist. Ich habe dann aber gedacht, ich könnte ja mal ´ne Ausnahme machen, aber ein paar Freundinnen von mir haben mich ermutigt, dass ich nicht lernen soll und so habe ich es dann gemacht. Ich wusste, dass viele für mich beten und ich habe ja auch selbst dafür gebetet. Ich habe mich dann am Sonntag ausgeruht und war im Gottesdienst und auch dort hatten wir einen ermutigenden Text, der auf meine Situation gepasst hat. Auch an Silvester habe ich ein Los gezogen, in dem es heißt: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich bei deiner rechten Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, denn ich helfe dir!“ (Jesaja 41,13) Ich hab´ mich daran festgehalten und auch an den Bibelvers, den ich von einer Freundin bekommen habe. „Und wenn sie in Angst gehen… Ich will sie stärken in dem Herrn“. (Sacharja 10, 11+12) Als ich dann am Montagmorgen in die Schule ging, war ich ganz ruhig und konnte mich die davorliegenden Stunden auch gut konzentrieren, denn ich fühlte die Nähe Gottes. Die Prüfung ging relativ schnell vorbei und ich hatte ein gutes Gefühl und war total erleichtert. Als ich dann am nächsten Tag meine Note gesagt bekam, war ich zuerst etwas enttäuscht, da ich mir etwas Besseres vorgestellt habe, aber dann konnte ich mich doch darüber freuen. Ich wusste, dass Gott nur das Beste daraus macht und ich habe ihm für seine Hilfe gedankt, denn alleine hätte ich es bestimmt nicht so gut geschafft.

Ich bin Gott echt dankbar für dieses Erlebnis, denn ich habe viel dadurch gelernt, wie z.B., dass Gott unsere Gebete erhört und dass es sich lohnt, sonntags nicht zu lernen.

 

Dorothee Gaiser