Ostern - Der Code ist geknackt
Der Tag ist vorbei; Martin fährt nach Hause. In den Radionachrichten hört er einen kurzen Bericht über eine kleine Stadt in Pakistan, wo ein paar Einwohner an einer sonderbaren Krankheit verstorben sind.
Das ist interessant für die Wissenschaft; man schickt ein paar Doktoren hin, um die Sache zu untersuchen. Martin denkt nicht weiter darüber nach, aber am Sonntag nach einem Familienausflug hört er einen neuen Bericht im Radio. Jetzt sind es keine drei Dorfbewohner, sondern etwa 30 000 Menschen in den Hügeln des betreffenden Gebietes in Pakistan. An diesem Abend bringt das Fernsehen einen Sonderbericht. Am nächsten Tag steht es mit großen Schlagzeilen in jeder Zeitung. Die Krankheit breitet sich rasant aus: Indien, Afghanistan, Iran …
Als Erstes schließt Frankreich seine Grenzen. Ganz Europa zieht nach. Dennoch: Der erste Ausbruch in einem Pariser Krankenhaus. Panik bricht aus… Bis jetzt steht fest: Ein weiterer Ausbruch ist nicht aufzuhalten. Die Krankheit führt nach kurzer Zeit zum Tod. Menschen fragen hysterisch, wie man sich schützen kann. Wissenschaftler arbeiten rund um die Uhr, um ein Gegenmittel zu finden. Die Krankheit breitet sich in kürzester Zeit weltweit aus. Nichts wirkt.
Plötzlich die erlösende Nachricht: Der Code ist geknackt! Notwendig ist das Blut eines Spenders mit ganz bestimmten Antikörpern. Über alle Radio- und Fernsehstationen werden die Menschen aufgerufen, in das nächste Krankenhaus zu gehen, um ihr Blut untersuchen zu lassen.
Im Krankenhaus herrscht reger Betrieb. Martins Familie war bereits an der Reihe. Plötzlich kommt ein Arzt angerannt. Er schreit und wedelt mit einem Papier. Er ruft einen Namen. Martins Sohn reckt die Hand und sagt: “Das bin ich!“ Der Doktor klärt auf: „Dein Blut ist perfekt.“ Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Jeder jubelt und ist froh. Der Mediziner sagt zu Vater und Sohn: ,,Ich muss Sie dringend sprechen.“ Und dann die schockierende Nachricht: „Wir brauchen sein ganzes Blut. Ihr Sohn wird es nicht überleben. Ich lasse Sie jetzt kurz allein, bevor wir beginnen.“
… Wenige Wochen später hat die Routine wieder alle im Griff und bei der nächsten Gedenkfeier nehmen nur noch einzelne Menschen daran teil. Martin würde am liebsten aufspringen und rufen: ,,Mein Sohn starb für euch! Ist euch das wirklich ganz egal?“
Diese Geschichte ist eine Parabel dafür, was Gott für uns getan hat. Er gab seinen Sohn, weil wir alle Sünde wie eine todbringende Krankheit in uns tragen. Unsere Krankheit (Sünde) trennt uns von dem heiligen Gott. Doch es gibt einen Ausweg. Es war unsere Krankheit, die er auf sich nahm. Er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. (Jesaja 53, 4) Dieser Ausweg ist Jesus Christus. Wer ihm das Vertrauen schenkt, erhält garantiert das ewige Leben. Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir von dieser Schuld freigesprochen sind. (2. Korinther 5,21)
